Theater

Über das Theater bin ich zum Schreiben gekommen. Zuerst war da das Kollektivschreiben mit der Jung Elsaesser Buehn (der Jungen Elsässer Bühne) zwischen 1975 und 1981. Und dann hat das Theater 20 Jahre lang einen wichtigen Platz in meinem Leben eingenommen, abwechselnd oder gleichzeitig als Autor, Regisseur oder Schauspieler.

Hier einige Meilensteine meiner Theaterlaufbahn

Eine lange Zusammenarbeit mit dem « Théâtre de Lichtenberg » in den nördlichen Vogesen, das mir Texte in Auftrag gegeben hat, die ich dann oft inszeniert habe. Einer dieser Texte – « D’narrehewler » – wurde vom Verlag BF Editions veröffentlicht.

Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Truppen wie das « Théâtre en l’Air – der LufTeater », insbesondere bei dem Stück « Wir sind alle elsässische Juden ».

Produktionen im « Théâtre de la Choucrouterie » von Roger Siffer insbesondere Kuddelmudel und Peepshow en de Vogesa.

Mehrere dieser Aufführungen wurden von lokalen oder deutschen Fernsehsendern aufgenommen.

Und dann habe ich gespürt, dass ich auf einer Bühne nichts mehr zu sagen hatte. Ich habe nie wirklich verstanden, ob sich das Theater von mir entfernt hatte oder umgekehrt. Wahrscheinlich ein bisschen von Beidem.

Aber das Theater kam wie ein Bumerang wieder zu mir zurück, als der Regisseur Olivier Chapelet, Direktor des Théâtre des Taps in Straßburg und der Schauspieler Francis Freyburger sich meines Romans « Der Seelenhüter » bemächtigt haben.

Francis spielte darin abwechselnd auf Französisch und Elsässisch. Die hervorragende Inszenierung von Olivier und das überwältigende Spiel von Francis haben aus diesem Stück, das mehr als siebzig Mal in Frankreich, im Ausland und auf dem Festival von Avignon aufgeführt wurde, ein unvergessliches Theatererlebnis gemacht. Christian Fruchart hat über dieses Stück eine rührende Kritik in der Lokalzeitung DNA geschrieben, die Sie, falls Sie des Französischen mächtig sind, unter der Presseschau nachlesen können.

Ein neues Projekt

Theaterabenteuer haben oft mit Freundschaft und künstlerischer Komplizenschaft zu tun, und sieben Jahre nach der Entstehung des „Gardien des âmes“ beginnt ein weiteres gemeinsames Abenteuer: Francis spielt Thérèse Ulmer, die Erzählerin von „Ich bin eine böse Frau“ in einer Inszenierung von Olivier Chapelet und Francis Freyburger. Das Stück wird im TAPS Scala in Strasbourg Neudorf uraufgeführt und eine erste Tournee für die Saison 2018/2019 ist bereits geplant. Die aktuellen Termine finden sich unter Aktualität 2018 – 2019.

Affiche des Stücckes « Ich ben a beesi frau – Je suis une méchante femme » – Pierre Kretz – Francis Freyburger-TAPS-Scala-2018-2019
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