Presse : Ich, der kleine Katholik

Das Buch in der Kritik:

»34 berührende Kapitel über eine fromme katholische Kindheit im Elsaß der fünfziger Jahre. Wie aus Kindermund gottesfürchtig erzählt und gottgefällig übersetzt: eine richtige Lesefreude, auch für Nichtkatholische. Und welch Stoff für einen schönen Film!«
Manfred Nägele, Fernsehjournalist, Südwestrundfunk

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»Eine wunderbar-wundersame Geschichte vom Großwerden. In einer Gegend, in der im Herbst trockene Weinranken verbrannt werden. Hier offenbart sich dem kleinen Katholiken das Unkeusche auf einem Zirkusplakat. Außerhalb des Beichtstuhls gibt ihm der Pfarrer sogar Nachhilfe in Latein. Es geht darum, im gelben Trikot in den Himmel zu kommen. Wären da nicht die Wörter, die in die Sünde führen können…« Walle Sayer

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Woran erinnert man sich, wenn man sich katholisch erinnert?

An die wunderschönen Lieder in der Maiandacht?

An das »Meerstern, ich dich grüße«, an das »Großer Gott, wir loben dich« mit dem leidenschaftlichen Geklingel der Meßdiener?
Ans dumpfe Gemurmel im Beichtstuhl, der in dieser Erzählung so schön »Sündenschrank« heißt? Erinnert man sich an die zehn »Vater unser« oder »Gegrüßet seist du, Maria«, die einem als Buße aufgegeben wurden? Oder an die Sammeltassen als Kommuniongeschenk? An die Blumenteppiche zur Fronleichnamsprozession? An die ersten Zweifel?

Ja, sie sind zwiespältig, diese Erinnerungen an die heile – scheinbar heile – Welt des katholischen »Sünderdorfes« im Elsaß der fünfziger Jahre. Der manchmal nachsichtige, manchmal auch bissige Humor, mit dem Pierre Kretz seine fromme Kindheit aufleben lässt, darf und soll nicht täuschen.

Wir lächeln, wenn wir lesen, dass Peugeotfahren »evangelisch« ist – und Renaultfahren »katholisch«. Wir lachen, wenn eine unverhoffte Pilzschwemme am Wegrand als »Pfingstwunder« erlebt wird, wir runzeln die Stirn, wenn der Herr Pfarrer immer öfter und immer dringlicher sich erkundigt, ob der zwölfjährige Bub denn noch immer nicht Jesu Ruf zum Priestertum spürt – und sind einverstanden, wenn der Sechzehnjährige ganz allmählich Abstand gewinnt zu den quälenden Gewissenserforschungen des Beichtspiegels, der Unfrohbotschaft der Todsünden, des Fegefeuers, der Askese.

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»Anrührende Geschichten aus kindlicher Perspektive. Die Leser erleben eine Zweideutigkeit im Katholizismus jener Jahre, wie man sie auch im Badischen nachvollziehen kann: einerseits die festlichen Gewänder bei bestimmten Anlässen, die wohlklingenden Töne von Klingeln, Orgel und Chorälen – anderersetis die immer geradezu eingehämmerte Angst vor der Hölle, in der einen Luzier sowieso erwarten würde.« Aacher-Bühler Bote

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»Für Nachgeborene eine Kuriositätenschau, für Zeitgenossen eine Wiederbegegnung mit einer katholischen Glaubenslehre, unter der die Kinder in der Nachkriegszeit aufwuchsen.« Landshuter Zeitung

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